Depression und Hypnosepsychotherapie
Depressionen zeigen sich oft als anhaltende Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Freud- und Hoffnungslosigkeit – Zustände, die den Alltag und die Lebensfreude spürbar einschränken. In meiner Praxis in 1210 Wien verbinde ich das tiefenpsychologische Verständnis der psychoanalytisch-psychodynamischen Psychotherapie mit den Möglichkeiten der Hypnosepsychotherapie, um sowohl die Ursachen als auch die aktuelle Symptomatik einer depressiven Erkrankung zu behandeln.
Wie sich eine Depression zeigen kann
Eine Depression zeigt sich auf vielfältige Weise:
Woher eine Depression kommen kann
Eine Depression entsteht selten ohne Grund. Häufig liegen ihr unbewusste Konflikte, unverarbeitete Verlusterfahrungen, chronischer Stress oder über lange Zeit unerfüllte emotionale Bedürfnisse zugrunde. In den klärenden Gesprächen arbeiten wir gemeinsam heraus, welche biografischen Erfahrungen und Beziehungsmuster zur aktuellen Symptomatik beigetragen haben – nicht um Schuld zuzuweisen, sondern um Zusammenhänge sichtbar und damit veränderbar zu machen.
Wie ich mit Hypnosepsychotherapie bei Depression arbeite
Therapeutische Trance: verschüttete Kräfte wieder erleben
Ein zentraler Baustein meiner Arbeit ist die therapeutische Trance. In diesem entspannten und zugleich konzentrierten Zustand richtet sich die Aufmerksamkeit nach innen, wodurch ein Zugang zu inneren Bildern, Gefühlen und eigenen Ressourcen entsteht. Gerade bei Depression, wo das Gefühl von Antriebslosigkeit und Kraftlosigkeit im Vordergrund steht, kann die Trancearbeit helfen, verschüttete Kräfte und positive innere Erfahrungen wieder erlebbar zu machen.
Kritische und erschöpfte innere Anteile
Bei depressiven Zuständen zeigen sich häufig besonders kritische, erschöpfte oder resignierte innere Anteile. In der Trance können diese Anteile in der Fantasie lebendig werden, ihre Geschichte erzählen und in einen Dialog mit anderen, stärkenden Anteilen treten – ein Prozess, der oft zu spürbarer innerer Entlastung führt. Mehr zur Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen.
Selbstwert und Selbstwirksamkeit stärken
Eine Depression geht häufig mit einem geschwächten Selbstwertgefühl einher. In der Hypnosepsychotherapie nutze ich die therapeutische Trance gezielt, um verschüttete innere Ressourcen wieder zugänglich zu machen: Fähigkeiten, Erinnerungen an gelungene Erfahrungen und innere Stärken, die im depressiven Erleben oft in den Hintergrund getreten sind. Viele Menschen erleben so bereits während der Therapie ein Stück zurückgewonnener Selbstwirksamkeit. Die Erfahrung, über eigene Kraftquellen zu verfügen, löst das Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht Stück für Stück ab und legt die Basis für nachhaltige Veränderung.
Achtsamkeit: freundlicher mit sich umgehen
Ergänzend nutze ich achtsamkeitsbasierte Elemente, um einen wertfreieren, weniger selbstkritischen Umgang mit den eigenen Gefühlen zu fördern – ein wichtiger Schritt, um aus selbstverstärkenden negativen Gedankenspiralen auszusteigen.
Die therapeutische Beziehung: gesehen und angenommen werden
Besonders bei Depression ist die Qualität der therapeutischen Beziehung von großer Bedeutung: Viele Betroffene erleben Gefühle von Isolation, Wertlosigkeit oder den Eindruck, nicht verstanden zu werden. In einem verlässlichen, wertschätzenden Rahmen kann eine korrigierende Erfahrung entstehen – das Erleben, gesehen und angenommen zu werden, oft zum ersten Mal seit Langem.
Wenn Sie sich in dieser Beschreibung wiederfinden oder einfach eine erste Orientierung suchen: Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme.
Hilfe in akuten Krisen
Häufige Fragen zu Depression und Hypnosepsychotherapie
Wenn Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit oder Hoffnungslosigkeit über Wochen anhalten und Ihren Alltag spürbar einschränken, ist es sinnvoll, sich Unterstützung zu holen. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam Ihre Situation.
In der Hypnosepsychotherapie arbeite ich sowohl mit Trancen als auch im Gespräch. Gerade bei Antriebslosigkeit und Kraftlosigkeit kann die Trancearbeit helfen, verschüttete Kräfte und positive innere Erfahrungen wieder erlebbar zu machen. Ob und wann eine Trance sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam.
Ja. Psychotherapie ersetzt keine ärztliche Behandlung, kann sie aber sinnvoll ergänzen. Fragen zur Medikation besprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wenden Sie sich bitte sofort an die Telefonseelsorge unter 142 (rund um die Uhr, kostenlos) oder an die Psychiatrische Soforthilfe Wien unter 01/31 330. Im Notfall wählen Sie den Rettungsnotruf 144.