Skip to main content
Psychotherapie Wünsch – Angelika Wünsch, Psychotherapeutin in 1210 WienPsychotherapie Wünsch – Angelika Wünsch, Psychotherapeutin in 1210 Wien

Chronisch entzündliche Darm­erkrankungen und Darm­hypnose

Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa stellen für Betroffene weit mehr als eine körperliche Belastung dar. Der unvorhersehbare Verlauf, akute Schübe, chronische Schmerzen und die ständige Unsicherheit, wann und wo die nächste Krise auftreten könnte, führen häufig zu erheblichem psychischem Leidensdruck. Viele Betroffene entwickeln Ängste vor öffentlichen Situationen, ziehen sich sozial zurück oder erleben eine spürbare Einschränkung ihrer Lebensqualität.

In meiner Praxis in 1210 Wien verbinde ich das tiefenpsychologische Verständnis der psychoanalytisch-psychodynamischen Psychotherapie mit der Methode der Hypnosepsychotherapie, um sowohl die psychischen Folgen der Erkrankung als auch mögliche psychische Anteile am Krankheitsgeschehen zu behandeln.

Dekorative Pflanzenranke
Darmhypnose

Darmhypnose: Hypnosepsychotherapie mit Fokus auf den Darm

Als spezielles Angebot biete ich die Darmhypnose an, ein gezielt auf den Darm ausgerichtetes hypnotherapeutisches Verfahren. In der therapeutischen Trance wird die Aufmerksamkeit auf den Bauch- und Darmbereich gelenkt, um über gezielte Bilder und Suggestionen eine Beruhigung der Darmaktivität, eine Reduktion des Schmerzempfindens sowie eine Stärkung der Selbstregulation zu unterstützen. Viele Menschen erleben durch die Darmhypnose eine spürbare Entspannung im Bauchraum sowie ein größeres Gefühl von Kontrolle über den eigenen Körper – ein Empfinden, das durch die Erkrankung oft verloren gegangen ist.

Die Darmhypnose wird begleitend zur medizinischen Behandlung eingesetzt und ersetzt diese nicht, sondern ergänzt sie um eine wichtige psychotherapeutische Komponente.
Psyche und Körper

Wie Psyche und Darm zusammenhängen

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel körperlicher Faktoren. Zunehmend zeigt sich jedoch auch, dass die enge Verbindung zwischen Darm und Nervensystem – oft als Darm-Hirn-Achse bezeichnet – eine bedeutsame Rolle spielt. Psychischer Stress, unverarbeitete Belastungen und langanhaltende innere Anspannung können über diese Achse Einfluss auf das Immunsystem und die Entzündungsaktivität im Darm nehmen. Das bedeutet nicht, dass die Erkrankung rein psychisch verursacht ist, wohl aber, dass psychische Faktoren am Krankheitsgeschehen und am Verlauf mitwirken können. Diesen Zusammenhang ernst zu nehmen, eröffnet einen zusätzlichen therapeutischen Ansatzpunkt, der die medizinische Behandlung sinnvoll ergänzt.

Die psychosomatische Perspektive

In der psychoanalytischen Theorie wird die Entstehung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen als multifaktoriell verstanden: Körperliche, genetische, immunologische und psychische Faktoren wirken zusammen, wobei keiner davon allein als Ursache ausreicht.

Ein psychodynamischer Gedanke ist, dass Gefühle und Belastungen, die nicht ausreichend in Worte gefasst und verarbeitet werden können, sich einen anderen Weg suchen – den Körper. Oft fällt es dann schwer, eigene Gefühlszustände klar zu unterscheiden: Statt Wut, Trauer, Angst oder Enttäuschung wird ein diffuses inneres Unbehagen gespürt. Auch eine unsichere Balance zwischen Nähe und Distanz in Beziehungen kann dabei eine Rolle spielen.

In der Therapie widmen wir uns genau diesem Zusammenspiel: Wir schaffen Raum, um Erfahrungen, die bislang keinen sprachlichen Ausdruck gefunden haben, allmählich zugänglich, differenzierbar und benennbar zu machen, und arbeiten gleichzeitig an einer stabileren inneren Balance zwischen Nähe und Abgrenzung.

Behandlung

Wie ich bei CED psychotherapeutisch arbeite

Therapeutische Trance: Ruhe und Selbstwirksamkeit

Neben der gezielten Darmhypnose nutze ich die therapeutische Trance auch, um einen entspannten und zugleich konzentrierten Zustand zu ermöglichen, in dem innere Bilder, Gefühle und Ressourcen zugänglich werden. Gerade bei einer chronischen Erkrankung, die häufig mit Kontrollverlust und Ohnmacht einhergeht, kann diese Erfahrung von innerer Ruhe und Selbstwirksamkeit eine wichtige Gegenbewegung darstellen.

Scham und Selbstwert

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen sind mit Themen verbunden, über die viele Betroffene nur schwer sprechen: Stuhlgang, Dringlichkeit, Kontrollverlust über den eigenen Körper oder die Angst, in Gesellschaft plötzlich die Toilette aufsuchen zu müssen. Diese Erfahrungen gehen häufig mit ausgeprägter Scham einher und können das Selbstwertgefühl erheblich beeinträchtigen – bis hin zu dem Gefühl, dem eigenen Körper nicht mehr vertrauen zu können. In der Therapie schaffe ich einen geschützten, wertfreien Raum, in dem diese oft verschwiegenen Themen offen ausgesprochen werden dürfen. Durch die Arbeit mit inneren Ressourcen in der Trance kann zudem ein neues, wohlwollenderes Verhältnis zum eigenen Körper entstehen, das dem Gefühl von Scham und Selbstabwertung entgegenwirkt.

Achtsamkeit: ein vertrauensvolleres Körpergefühl

Ergänzend nutze ich achtsamkeitsbasierte Elemente, um Körperempfindungen wertfrei wahrzunehmen, anstatt sie sofort als bedrohlich zu bewerten oder zu bekämpfen. Dieser beobachtende, nicht wertende Umgang mit dem eigenen Körper kann helfen, aus einem angespannten, angstgetriebenen Verhältnis zum Darm auszusteigen und stattdessen ein ruhigeres, vertrauensvolleres Körpergefühl zu entwickeln.

Therapeutische Beziehung

Die therapeutische Beziehung: ein geschützter Raum

Gerade bei einem so schambesetzten Thema ist die Qualität der therapeutischen Beziehung von zentraler Bedeutung. Ein verlässlicher, wertschätzender und nicht wertender Rahmen ermöglicht eine korrigierende Erfahrung: das Erleben, mit den intimsten und belastendsten Aspekten der Erkrankung angenommen zu werden, anstatt auf Ablehnung oder Unverständnis zu stoßen. Diese Erfahrung kann weit über die Therapie hinaus wirken und den Umgang mit der Erkrankung im Alltag erleichtern.

Wenn Sie sich in dieser Beschreibung wiederfinden oder einfach eine erste Orientierung suchen: Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme.

Weitere Informationen

Häufige Fragen zu CED und Darmhypnose

Nein. Die Darmhypnose wird begleitend zur medizinischen Behandlung eingesetzt und ersetzt diese nicht, sondern ergänzt sie um eine wichtige psychotherapeutische Komponente.

In der therapeutischen Trance wird die Aufmerksamkeit auf den Bauch- und Darmbereich gelenkt. Über gezielte Bilder und Suggestionen werden eine Beruhigung der Darmaktivität, eine Reduktion des Schmerzempfindens und eine Stärkung der Selbstregulation unterstützt.

Nein. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen entstehen durch ein Zusammenspiel körperlicher, genetischer, immunologischer und psychischer Faktoren, wobei keiner davon allein als Ursache ausreicht. Psychische Faktoren können am Krankheitsgeschehen und am Verlauf mitwirken – das eröffnet einen zusätzlichen therapeutischen Ansatzpunkt.

Nur so weit, wie Sie möchten. Die Therapie bietet einen geschützten, wertfreien Raum, in dem diese oft verschwiegenen Themen offen ausgesprochen werden dürfen – ohne Ablehnung oder Unverständnis.

Psychotherapie Wünsch – Angelika Wünsch, Psychotherapeutin in 1210 Wien

Holzmeistergasse 7–9
Stiege 2/1. Stock/Top 23
1210 Wien

© 2026 Angelika Wünsch  –  grafikfabrik®