Angststörung und Hypnosepsychotherapie
Für Betroffene fühlt sich die Angst oft überdimensional und schwer nachvollziehbar an, gerade weil sie in Situationen auftritt, die objektiv keine Gefahr darstellen. In meiner Praxis in 1210 Wien verbinde ich das tiefenpsychologische Verständnis der psychoanalytisch-psychodynamischen Psychotherapie mit der Methode der Hypnosepsychotherapie, um sowohl die unbewusste Dynamik hinter der Angst als auch die akute Symptomatik zu behandeln.
Wie sich eine Angststörung zeigen kann
Angststörungen zeigen sich auf vielfältige Weise:
Woher eine Angststörung kommen kann
Aus psychodynamischer Sicht ist Angst oft nicht das eigentliche Problem, sondern der spürbare Ausdruck eines dahinterliegenden inneren Konflikts – man spricht hier von neurotischer Angst. Häufig spielen dabei eine Rolle:
Wie ich mit Hypnosepsychotherapie bei Angst arbeite
Therapeutische Trance: Sicherheit erleben
Die therapeutische Trance ermöglicht einen entspannten und zugleich konzentrierten Zustand, in dem die Aufmerksamkeit gezielt nach innen gerichtet werden kann. Gerade bei Angst, die häufig mit körperlicher Anspannung und einem Gefühl des Kontrollverlusts einhergeht, kann die Trance einen ersten spürbaren Unterschied machen: Sie vermittelt die Erfahrung, dass Entspannung und innere Sicherheit auch in einem an sich angstbesetzten Zustand möglich sind. Darüber hinaus können in der Trance die unbewussten Bilder und Gefühle, die der Angst zugrunde liegen, behutsam zugänglich gemacht werden – ein wichtiger Schritt, um dem Konflikt hinter der Angst auf die Spur zu kommen.
Ängstliche innere Anteile verstehen
Bei Angststörungen zeigen sich häufig ängstliche, warnende oder übervorsichtige innere Anteile, die ursprünglich eine schützende Funktion hatten, mittlerweile jedoch überaktiv geworden sind. In der Trance können diese Anteile in der Fantasie lebendig werden, ihre ursprüngliche Schutzabsicht offenbaren und in einen Dialog mit anderen, mutigeren oder ruhigeren Anteilen treten. Dieser innere Austausch hilft, die Angst nicht länger zu bekämpfen, sondern zu verstehen – und ihr dadurch die überwältigende Wirkung zu nehmen. Mehr zur Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen.
Innere Sicherheit und Selbstvertrauen stärken
Angst geht häufig mit dem Gefühl einher, dem eigenen Erleben und den eigenen Reaktionen ausgeliefert zu sein. In der Hypnosepsychotherapie nutze ich die therapeutische Trance gezielt, um verschüttete innere Ressourcen wieder zugänglich zu machen – frühere Erfahrungen von Sicherheit, Stärke und Selbstwirksamkeit, die im angstbesetzten Erleben oft in den Hintergrund getreten sind. Viele Menschen erleben so bereits während der Therapie, dass sie über innere Kraftquellen verfügen, auf die sie auch außerhalb der Therapie zurückgreifen können. Dieser Prozess stärkt das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit und legt die Basis dafür, sich Situationen, die bislang vermieden wurden, wieder zuzutrauen.
Achtsamkeit statt Vermeidung
Ergänzend nutze ich achtsamkeitsbasierte Elemente, um Körperempfindungen und aufkommende Angstsignale frühzeitig und ohne Bewertung wahrzunehmen, anstatt sie sofort zu bekämpfen oder zu vermeiden. Dieser wertfreie, beobachtende Umgang mit der Angst hilft dabei, aus automatischen Vermeidungsreaktionen auszusteigen und stattdessen bewusster zu entscheiden, wie mit der jeweiligen Situation umgegangen werden soll.
Die therapeutische Beziehung als sicherer Rahmen
Besonders bei Angststörungen ist die Qualität der therapeutischen Beziehung von großer Bedeutung: Da Verlust- und Trennungsängste sowie konflikthafte Abhängigkeiten häufig zur zugrunde liegenden Dynamik gehören, bietet die therapeutische Beziehung selbst die Möglichkeit einer korrigierenden Erfahrung. In einem verlässlichen, tragfähigen Rahmen kann erlebt werden, dass Nähe nicht zwangsläufig mit Kontrollverlust einhergeht und dass auch Autonomie die Beziehung nicht gefährdet – eine Erfahrung, die weit über das Gespräch hinaus wirkt.
Wenn Sie sich in dieser Beschreibung wiederfinden oder einfach eine erste Orientierung suchen: Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme.
Häufige Fragen zu Angst und Hypnosepsychotherapie
Plötzliche, überwältigende Angstattacken gehören zu den häufigen Erscheinungsformen einer Angststörung. In der Therapie arbeiten wir sowohl an der akuten Symptomatik als auch an der unbewussten Dynamik, die hinter der Angst stehen kann.
Die Trance ist ein entspannter und zugleich konzentrierter Zustand, in dem Sie die volle Kontrolle über sich behalten. Gerade bei Angst kann sie die Erfahrung vermitteln, dass Entspannung und innere Sicherheit auch in einem an sich angstbesetzten Zustand möglich sind. Wann und wie wir mit Trance arbeiten, stimmen wir gemeinsam ab.
Nein, nicht unvorbereitet. Zunächst geht es darum, die Angst zu verstehen und innere Ressourcen zu stärken. Auf dieser Basis wird es möglich, sich Situationen, die bislang vermieden wurden, Schritt für Schritt wieder zuzutrauen.
Nein. Für ein Erstgespräch ist keine Diagnose notwendig. Wir besprechen gemeinsam, was Sie belastet und ob eine Psychotherapie für Sie passend ist.